Rohölpreise und deutsche Dieselpreise


Wenn man beobachtet, wie die Welthandelsordnung ins Wanken gerät, wirken die beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung geradezu dilettantisch. Die großen Mineralölkonzerne erhöhten vor dem 1. Juni schrittweise die Tankstellenpreise, um dann die Preise um einen Teil der Steuersenkung ab 1. Juni zu reduzieren. Welch ein Jubel bei den Laienspielern in der FDP, weil Bürger sich angeblich freuen.

Noch größerer Jubel aber bei den Mineralölkonzernen, die so richtig Kasse machen. Was für ein Wunder, wie man sich bei 3 Milliarden Euro Gießkannensubvention noch richtig freuen kann. Am 2. Juni wurden dann die Preissenkungen teilweise wieder zurückgenommen. War das nicht vorauszusehen?

Die OPEC-Plus-Sitzung teilte am Donnerstag gegen 14 Uhr mit, dass die tägliche Rohölförderung nicht um 400.000, sondern um 650.000 Barrel gesteigert wird. Russland wird bei OPEC nicht vor die Tür gesetzt. Allerdings kann es die zugesagten Fördermengen so oder so mittelfristig nicht erbringen und nimmt an den Quotenverabredungen der OPEC derzeit nicht teil. Der Markt reagierte darauf bärisch, nicht bullisch. Der Brent-Börsenpreis stieg deshalb ab 14 Uhr von 113 auf 118 US-Dollar pro Barrel.

Dass es unruhig beim Rohöl und damit bei den Dieselpreisen weitergehen wird, bezweifelt niemand. Das beschlossene Öl-Embargo, das sich auf Schiffstransporte bezieht, bringt die Märkte schon kurzfristig durcheinander, ebenso der Beschluss von Deutschland und Polen, zum Jahresende gar kein russisches Öl mehr zu beziehen. 

Geopolitisch bleibt es beim »America first«. Russland dürfte seine Rolle als Rohstoff-Weltmacht verlieren. Allerdings sehen die USA in China die größte Gefahr, weil dieses Land wirtschaftlich, militärisch und technologisch die weltweite Führung übernehmen könnte. Es gibt auch für die deutsche Volkswirtschaft große Abhängigkeiten zu China. Die Verteuerung des Rohstoffmarktes und auch die gestörten Lieferketten sind nur der Auftakt vom Ende der jetzigen Globalisierung.

Wie diese Entwicklungen sich auf die Dieseleinkaufspreise der Busunternehmen auswirken werden, weiß kein Mensch. Wohl den Unternehmen mit solider Kapitalbasis und professioneller Unternehmensplanung. (Autor: Martin Wendlandt; Grafik: Tecson)

26.04.2022

Strategie in Zeiten des Klimawandels

Foto: Pixabay

Was unter Permafrostböden lauert, dürfte die Menschheit angesichts des weltweit beobachteten Tauvorgangs noch lange beschäftigen. Unmengen von klimaschädlichen Gasen, wohl auch längst vergessene Krankheitserreger, werden freigesetzt (siehe ebenso Grüner Renner 12/2020).

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Kat: Unternehmensführung, Top-News
26.04.2022

Der Krieg und die Inflation

Rote Armee Weltkrieg-Denkmal in Kiew (Foto: Pixabay)

Wer im Nachbarort in den Augen der Frauen und Kinder aus der Ukraine die Sorge und Unsicherheit sieht, erkennt, dass es die Träume von »Frieden schaffen ohne Waffen« in Europa heute ebenso wenig gibt, wie im Mittelalter oder auch vor 76 Jahren in Deutschland. Es braucht nicht viel, dass der Nato-Verteidigungsfall eintritt und auch wir im Krieg sind.

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Kat: Sonstige News, Top-News
13.04.2022

Was wird aus den Rohöl-Preisen?

Grafik: TECSON

Nach 130 $ pro Barrel am 9. März ist der Rohölpreis am 11. April unter 100 $ gerutscht. Am Folgetag hat er die Verluste vom Vortrag wieder aufgeholt. Der EU-Gipfel konnte sich nicht auf ein Embargo russischen Öls einigen.

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Kat: Kraftstoffe, Top-News
13.04.2022

Chef muss für gute Stimmung sorgen

Motivierte Mitarbeiter (Foto: Martin Wendlandt)

Viele Unternehmer lassen den Kopf hängen, sind gereizt, teils auch aggressiv. Bei dem geschäftlichen Umfeld, der Situation nach und mit Corona, den Auswirkungen des Krieges, den Kostenexplosionen und den wegbleibenden Aufträgen, kann man das sogar verstehen. Nur stinkt der berühmte Fisch vom Kopfe her, will heißen, dass es ohne Motivation und Freude am Beruf im Unternehmen gar nicht rund laufen wird.

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Kat: Personal, Top-News
18.02.2022

Wie mit der Inflation umgehen?

Für Verkehrsunternehmen sind die Kostensteigerungen noch höher als die derzeit hohe Inflationsrate. (Foto: Gerd Altmann / Pixabay)

Wenn die Medien über die derzeit hohe Inflationsrate berichten, meinen sie damit den Verbraucherpreisindex, der sich aus einem definierten Warenkorb mit 650 Güterarten ableitet. Dieser Warenkorb wird immer mal wieder verändert und die darin enthaltenen Güter und Dienstleistungen werden unterschiedlich gewichtet. Das bietet immer wieder genügend Grund zu heftigen Diskussionen.

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Kat: Finanzen, Fuhrpark, Top-News

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