Solidarität mit Flutopfern

In einer seiner letzten Reden im Jahr 2011 forderte Helmut Schmidt »unbedingte Solidarität« mit unseren Nachbarländern ein. Aus eigener Kraft hätte Deutschland nach »drei Zusammenbrüchen« den Wiederaufbau nie geschafft. Wir waren immer auf die Hilfe anderer angewiesen.

Heute benötigen die von unglaublichen Wassermassen betroffenen Menschen ebenso Unterstützung. Spricht man mit Betroffenen aus den Flutgebieten, so wird man von überwältigenden Hilfen verschiedenster Art hören. Auch private Busunternehmer sind eingesprungen und haben bspw. Fluthelfer in die Region gefahren. Jeder helfe so gut er kann. Ein Fahrradhändler fährt täglich hin und organisiert Jugendfreizeiten, ein Bauunternehmer stellt Stromaggregate zur Verfügung, ein Rechtsanwaltsbüro bietet kostenfreie Beratung an.

Es bleibt zu wünschen, dass die Hilfsangebote weiter aufrechterhalten werden. Allzu oft tritt ein Ereignis nach einiger Zeit in den Hintergrund und verliert an Aufmerksamkeit. Langfristige Maßnahmen, wie bspw. der Bau eines Propantanks zu Heizzwecken sind aber von essentieller Wichtigkeit. Zudem haben Teile der Bewohner des Flut-Kerngebiets hinsichtlich der Mobilität ein Problem, da ihre Autos weggeschwemmt wurden. Auch Buswege und Haltestellen sind betroffen. Liniennetze sind teilweise unterbrochen.

Der Spruch »tu Gutes und rede darüber« vermittelt zwar einen gewissen Selbstzweck. Ein Mobilfunkanbieter spendet 1.000 Smartphones. Eine Supermarktkette sammelt Spendengelder und verdreifacht die Gesamtsumme. Dass diese Maßnahmen jedoch an die Öffentlichkeit gebracht werden, erscheint kaum verwerflich. Natürlich steht es jedem frei, ob und wie die Information über die Hilfe publik gemacht wird.

Unser Rat:
Überlegen Sie doch mal, wie Sie den Menschen und Unternehmen aus unserer Nachbarschaft möglichst konkret helfen können. Nun mag man sagen: »Wir haben genug eigene Probleme«. Aber vielleicht kommt eines Tages mehr oder weniger unerwartet etwas zurück. Sogar Tierforscher beobachten die lebenslange Dankbarkeit nach gemeinsamen Grenzerfahrungen mit großer Faszination. Gut vernetzte Freundschaften haben ebenso dem homo sapiens noch nie geschadet. So berichtete ein Kleinunternehmer aus dem Herzen Ahrweilers Anfang August: »Es geht bergauf«. Besonders schwierig ist es jedoch für ältere Menschen ohne viele soziale Kontakte. Unternehmer sollten sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sein. Deshalb ist unser Tipp, sich mit der möglichst konkreten Unterstützung zu beschäftigen. Wenn Sie mögen, können Sie uns über Ihre Form der Hilfe berichten. (Das Bild zeigt die Flutkatastrophe Mitte Juli 2021; © Felix Hein)

12.07.2021

Die Kosten der Busunternehmen steigen

Seit mehr als 30 Jahren erstellen wir Kostensteigerungsberechnungen. Die unterschiedlichen Kostenanteile in den Busunternehmen versuchen wir in 6 Strukturen darzustellen. So ist z.B. der Dieselanteil in einem Stadtlinienunternehmen weit höher als in einem Busreiseunternehmen.

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Kat: Kostensteigerungsberechnungen, Top-News
07.05.2021

Busreiseveranstaltung mit neuem Normal

Partybus (Foto: Ansgar Zoller)

In 2020 haben nur 15.800 Unternehmen in Deutschland einen Insolvenzantrag gestellt. »Nur«, weil das 15,5% weniger Anträge sind als in 2019. Die Gründe dafür sind offensichtlich. Nicht die gute wirtschaftliche Entwicklung hat geholfen, Insolvenzen zu vermeiden.

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Kat: Reiseverkehr, Top-News
14.04.2021

Die Entwicklung der Rohölpreise

Grafik © TECSON

Nachdem die OPEC die Nachfrageprognose nach oben korrigierte, sind in dieser Woche die Preise wieder etwas angezogen. Auch zeigt der neue amerikanische Präsident Härte gegenüber Russland, China und in Nahost. Das beunruhigt die Märkte insgesamt.

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Kat: Kraftstoffe, Top-News
12.03.2021

Einheitliche Europäische Eigenerklärung – was ist das?

Formular zur Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (Screenshot: https://eee.evergabe-online.de/espd/)

Dass derzeit so viele Unternehmen an Ausschreibungen zur Vergabe von Linienverkehren mitmachen, hat im Wesentlichen drei Gründe. Erstens sieht das EU-Vergaberecht vor, dass mehr ausgeschrieben wird als früher. Zweitens zwingen weggebrochene Geschäftsgrundlagen (bspw. während der Krise verbotene Reisen) Unternehmen dazu, sich neue Aufträge zu suchen. Drittens ist eine große Zahl an »eigenen Linien« in Form einer Entbindung zurückgegeben worden, sodass bis zum Ende der Konzessionslaufzeit neu ausgeschrieben wird.

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Kat: Linienverkehr, Recht, Top-News
07.01.2021

Rohöl und Diesel etwas teurer

Der Rohölpreis zum Jahresanfang liegt aktuell unter den Werten von 2019 und 2020. (Grafik: Tecson)

Alles ist relativ, so auch der Rohölpreis von 54 US-Dollar pro Barrel. Das ist einerseits der höchste Preis seit Februar 2020, jedoch liegt er, wie die Tecson-Grafik zeigt, unter den Werten von 2019 und 2020.

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Kat: Kraftstoffe, Top-News

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