Nicht nur der Büromarkt verändert sich

Um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren, haben in den letzten Monaten mehr als 20% der deutschen Angestellten im Homeoffice gearbeitet. 27 Millionen Büroarbeitsplätze soll es auf 380 Millionen Quadratmetern Bürofläche geben. Würden diese 20% der Angestellten nicht mehr an den Büroarbeitsplatz zurückkehren, wären 5,4 Millionen Arbeitsplätze übrig.

Nun wird erfahrungsgemäß nichts so heiß gegessen, wie gekocht. Jedoch haben viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber zwangsweise Erfahrungen mit dem Homeoffice gesammelt. Ein großer Anteil soll darin Vorteile erkannt und Interesse haben, künftig ganz oder teilweise von zuhause zu arbeiten. Unterstützt wird diese Entwicklung durch die Digitalisierung, vor allem durch Telefonieren mit Bild und der Möglichkeit, ganz einfach Video-Konferenzen durchzuführen.

Ein wenig überraschend ist, dass selbst in Beratungsunternehmen wichtige Konferenzen mit Kunden und Kundengruppen quasi reibungslos per Video stattfinden und die Teilnehmer offensichtlich daran Gefallen finden. Auch ein namhafter Versicherungsmakler berichtet von positiven Erfahrungen mit Kundengesprächen per Videokonferenz-Software. In der Folge fallen Reisezeiten und Reisekosten weg, es wird weniger gefahren, sowohl mit Pkw als auch mit Zug, und auch die Geschäftshotels wissen schon jetzt, dass erhebliche Leerstände von Dauer sein werden. Wenn die Deutsche Bahn derzeit einen Fahrgasteinbruch von ca. 80% hat, so wird sich das Fahrgastaufkommen nach Beendigung der Reisebeschränkungen nicht so schnell auf das alte Niveau bewegen.

Die Preise der Stadthotels dürften in der Folge sinken und damit, so Gott will, Busreiseveranstalter in der Zukunft günstiger kalkulieren können. Aber, aus Immobilienkreisen hört man schon jetzt, dass es Kapazitätsanpassungen, also Hotelschließungen, geben wird.

Der Konjunktureinbruch wird die Arbeitslosenzahlen steigen lassen, was sich auf die Besetztzahlen im ÖPNV, bei der Bahn und wiederum bei den Hotels auswirken wird.

Die Rezession erhöht den Druck auf die Kosten und wird zur Verschlankung der Strukturen führen. Schlagwort: Arbeitswelt im Wandel! Nachdem der Grüne Renner sich an Busunternehmer wendet, stellt sich die Frage, wie sich das Thema Homeoffice dort auswirkt.

Bei Linienunternehmen, zumal bei Linienauftragsunternehmen, dürften die Auswirkungen überschaubar sein. Hier ist der Anteil der Bürokräfte gering, besteht im Wesentlichen aus Disposition, Finanz- und Lohnbuchhaltung. In großen ÖPNV-Unternehmen sind mehr Arbeitsplätze wegen des größeren Volumens denkbar, wie z.B. Personalabteilung, Einkauf, Qualitätskontrolle usw.

Bei Omnibusunternehmen mit einem Reiseanteil, seien es Mietbusfahrten und auch Bustouristik, sieht die Situation gleich anders aus. Hier sind regelmäßig viele Büromitarbeiter beschäftigt.

Bei allen Busunternehmen ergibt sich die Herausforderung, Personal ganz oder teilweise vom Homeoffice aus arbeiten zu lassen. Selbst wenn Unternehmer dies noch für schwer realisierbar halten, so wird der Arbeitsmarkt dieses fordern. Wenn jetzige Mitarbeiter und auch neue Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten wollen, wird man dies organisieren müssen, denn der Arbeitsmarkt hat sich schließlich gewandelt. Qualifizierte Kräfte werden auch in der Rezession knapp sein.

Unser Rat: Planen Sie den Einsatz von Bürokräften im Homeoffice, damit Sie nicht überrascht werden.(Text/Foto: mw)

25.05.2020

Dittmeier: Trennschutz aus Versicherungssicht

Versicherungskaufmann Marco Schmitt vom Würzburger Versicherungsmakler für Omnibusunternehmen Dittmeier (Foto: Dittmeier)

Versicherungskaufmann Marco Schmitt vom Würzburger Versicherungsmakler für Omnibusunternehmen Dittmeier gab auf Anfrage des Grünen Renners eine Einschätzung zum derzeit viel diskutierten Thema Trennschutz zum Fahrerarbeitsplatz ab.

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Kat: Fuhrpark, Top-News
07.05.2020

Mit KfW-Krediten durch die Krise – vielleicht!

Die »ergänzenden Angaben zum Kreditantrag« enthalten Restriktionen, welche nicht einfach überlesen werden dürfen. (Symbolgrafik: Mohamed Hassan / Pixabay.com)

Für sehr viele Mittelständler bringt der Lockdown einen großen Liquiditätsbedarf mit sich. Wie ohne Einnahmen zurechtkommen, wie die laufenden Kosten decken? In den Medien erfährt man einiges zu Unterstützungsmaßnahmen, so auch zu den KfW-Krediten.

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Kat: Finanzen, Top-News
09.04.2020

Coronafreie Busreisen

Symbolfoto: Marie Sjödin / Pixabay.com

Was fällt jemandem dazu ein, der sich tagtäglich mit Busreisen beschäftigt? Sagrotanspender und regelmäßige Desinfektion in den Fahrzeugen, großer Sitzabstand durch Dreierbestuhlung, Plexiglasscheiben im Bus, Ein- und Ausstieg mit entsprechendem Abstand, gute Durchlüftung im Fahrzeug, zentrale Ausgabe von Essen und Getränken.

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Kat: Reiseverkehr, Top-News
10.03.2020

Keine Panik auf der Titanic?

Symbolfoto: Dimitri Wittmann / Pixabay.com

Wohl jeder, mit dem man in den letzten Tagen spricht, hat eine Meinung zu dem, was an schlechten Nachrichten auf uns einströmt. Ranga Yogeshwar, einer der klügsten Köpfe unserer Fernsehlandschaft, meinte, die Medien befänden sich nur noch im Panikmodus. »Bad news is good news« ist eine alte Presseweisheit.

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Kat: Reiseverkehr, Top-News
09.01.2020

CO2-Preise im Verkehr

Bus-Auspuff. Die CO2-Steuer ist nicht zu unterschätzen, wie eine Beispielrechnung zeigt. (Foto: Jackin / Fotolia.com)

Bund und Länder hatten sich im Dezember auf einen Kompromiss bei der geplanten CO2-Steuer geeinigt. Ob das Gesetz dann im Januar durchkommt, bleibt abzuwarten, denn die Grünen wollen deutlich höhere Sätze.

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Kat: Kraftstoffe, Top-News

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